Bezirk
Wo wird der Brauch in OÖ gelebt?
Gesamt OÖ
Zeitraum
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Ab Georgi darf man die Felder und die Wiesen, die zu grünen beginnen, nicht mehr betreten.

Die Kinder dürfen nun wieder barfuß gehen.
Redewendungen

Der Hl. Georg, ein frühchristlicher Märtyrer, gilt als einer der 14 Nothelfer. Er ist der Schutzpatron der Bauern, Reiter, Soldaten und Pfadfinder und wird meist als Ritter dargestellt, der mit einer Lanze einen Lindwurm tötet.

An seinem Gedenktag, dem 24. April (mancherorts auch 23. April), beginnt der bäuerliche Sommer. An den Wochenenden davor bzw. danach werden Georgiritte und Reiterspiele veranstaltet, z.B. in Ampflwang, Aurachkirchen, Burgkirchen, Herzogsdorf, Kösslwang, Micheldorf, Scharnstein, St. Georgen im Attergau, Viechtwang, Weyer u.a.

Nach der Reiter- und Pferdesegnung bei der Rittmesse findet manchmal ein Volksfest mit Tanz, Kirtagsständen, Jahrmarkt oder auch mit Reiterspielen statt.
Dabei können sich die Reiter in verschiedenen Disziplinen mittelalterlicher Spiele messen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen: Kranzlstechen (einen herabhängenden Kranz mit Hilfe eines Stockes erringen), Türkenstechen (eine Figur mit einer Lanze in Drehung versetzen), Fasselschlagen (beim Vorbeigaloppieren mit einem Spieß ein aufgestelltes Fass zerschlagen), Blochziehen (einen Baumstamm ziehen), Galopprennen. In Micheldorf wird der Reiterumzug als historische Ritter-Schau abgehalten.

(Siehe Euler-Rolle, Andrea: Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus. Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis. Linz 1993, S. 63f. und Fochler, Rudolf: Von Neujahr bis Silvester. Volkstümliche Termine in Oberösterreich. Linz 1971, S. 94f. und 171f.)

 

Siehe auch: Leonhardiritt

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