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Wo wird der Brauch in OÖ gelebt?
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Erntedank ist ein kirchliches Fest im Herbst zur Danksagung für die Ernte des Jahres. Es wird in den Pfarren zu unterschiedlichen Terminen begangen, im allgemeinen an einem Sonntag zwischen Ende September (Michaelitag am 29. September) und Mitte Oktober. Meistens wird Erntedank in den Pfarren jedoch am ersten Sonntag im Oktober gefeiert.

Meist findet eine feierliche Prozession zur Kirche statt, bei der eine kunstvoll gestaltete Erntekrone sowie Erntegaben, Brot, Eier, Honig, Wein, Blumen sowie Feld- und Gartenfrüchte mitgeführt und gesegnet werden. Am Festzug nehmen auch Musikkapellen, Kindergartenkinder und SchülerInnen, MinistrantInnen, Trachtengruppen, die Landjugend und die Bauern- und Jägerschaft teil. Viele Menschen bringen Körbe mit Obst, Gemüse oder Brot zur Segnung mit. Gelegentlich machen Frühschoppen, Pfarrfest oder Kirtag das Erntedankfest zu einem großen Ereignis.

Das heutige kirchliche Erntedankfest lässt sich auf einen weltlichen Brauch des bäuerlichen Arbeitslebens zurückführen, den die Kirche im 18. Jahrhundert aufgriff. Früher überreichten Gesinde und Erntearbeiter den Bauern nach Abschluss der Erntearbeiten einen Kranz aus geflochtenem Getreide. Daraufhin bekamen sie in der Regel ein Festessen serviert. Dieser Kranz lebt heute in der festlich geschmückten Erntekrone weiter, einer vier- oder sechsbogigen Bügelkrone, die während der Prozession in die Kirche getragen wird.

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