Wo wird der Brauch in OÖ gelebt?
Linz
Zeitraum:
01. Januar
Kategorie:
Das Aperschnalzen (süddeutsch: aper = schneefrei) bezeichnet einen bayerisch-salzburgischen Brauch und ist eine Form des Goaßlschnalzens. Es handelt sich um ein rhythmisches Schnalzen und Knallen mit der sogenannten Goaßl, einer bis zu 4 Meter langen, kurzstieligen Peitsche, das in kleinen Gruppen, betrieben wird.
Der schnalzende Knall entsteht durch das Schwingen der Goaßl und dem gekonnten Herbeiführen einer plötzlichen Richtungsänderung der Treibschnur am Ende der Goaßl. Der laute Knall der Goaßln soll symbolisch den Winter vertreiben und die Frühlingsgeister wecken – so lautete die mythologische Deutung vergangener Jahrzehnte. Heute weiß man, dass es die Freude am gemeinschaftlichen Tun ist, wie auch die Freude am Lärm.
Das Aperschnalzen des Trachtenvereines Altstädter Bauerngmoa findet am 1. Jänner im Rahmen des Linzer Neujahrsschnalzens vor dem Linzer Landhaus statt. Die peitschenknallenden Mitglieder der Schnalzergruppe tragen weiße Hemden, schwarze Hosen, ärmellose Samtjacken und schwarze Zipfelmützen mit gelben Quasten. Im Rhythmus des Anschnalzers schnalzen alle übrigen Männer ihre bis zu 4 Meter langen und 4 Kilogramm schweren Peitschen, was viel Kraft, Geschicklichkeit und Übung erfordert.
Musikalisch umrahmt wird das Aperschnalzen vom Linzer Bläserquartett, das festliche Bläserweisen im Rahmen eines Turmblasens vom Turm des Linzer Landhauses erklingen lässt.
Neujahrschnalzen vor dem Linzer Landhaus alljährlich am 1. Jänner um 11.00 Uhr
Dreikönigsschnalzen im Linzer Stadtteil Neue Heimat 6. Jänner
Siehe auch: Neujahrschießen, Neujahrstag, Turmblasen
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